Helga Zepp-LaRouche spricht in Moskau über die „Eine Zukunftsgemeinschaft der Menschheit”

Die Präsidentin des internationalen Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, sprach am 24.10. in Moskau auf der 23. Internationalen Akademischen Konferenz „China, die chinesische Zivilisation und die Welt: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“, die vom Institut für Fernoststudien der Russischen Akademie der Wissenschaften veranstaltet wurde.

Die Frage sei heute wieder, wie schon in der Amerikanischen Revolution, ob die menschliche Gesellschaft sich wirksam selbst regieren kann, begann Zepp-LaRouche. Sie zählte die zahlreichen Krisen der Welt auf: die Gefahr eines neuen Krachs des transatlantischen Finanzsystems, eine beispiellose Polarisierung in den USA, Operationen unter falscher Flagge, Drogenepidemien, die globale Migrationskrise, Terrorismus und Nazismus sowie die Zunahme der Zentrifugalkräfte in der EU.

Betrachte man diese Krisen als unzusammenhängende Einzelprobleme, so erschienen viele davon unlösbar.

„Wenn man jedoch erkennt, daß alle diese Probleme … Derivate des alten Paradigmas einer untergehenden Epoche sind, dann kann man die Lösung finden, indem man sich an den Prinzipien der neuen Epoche orientiert.“

Zwei Dinge seien nun für die nahe Zukunft „spielentscheidend“. Das erste sei der monumentale Machtkampf in den USA: „Entweder hat dort der Putschversuch gegen Präsident Trump Erfolg und er wird auf die eine oder andere Weise aus dem Amt gedrängt“, oder die Organisatoren des „Russiagate“-Putsches – der eine Verbesserung der Beziehungen zu Rußland verhindern soll – werden selbst vor Gericht gestellt. „Wenn Trump seine Position festigen kann, dann besteht trotz all der kriegerischen Töne, die jetzt aus den USA kommen, das Potential, daß er in der zweiten Hälfte seiner ersten Amtszeit die Beziehungen zu Rußland verbessert und zu seiner ursprünglichen, positiven Haltung gegenüber China zurückkehrt.“

Die zweite, verwandte Frage sei „eine Perspektive für einen Ausweg aus der ,Thukydides-Falle’, dem scheinbaren Konflikt zwischen der Macht, die die Welt bisher dominiert hat, den USA, und der aufstrebenden Macht, China“. Man brauche eine Lösung, die weit über diese bilaterale Situation hinaus „die existentiellen Gefahren für alle Nationen anpackt und so das Niveau der Diskussion und des Denkens auf eine höhere Ebene anhebt“. Dazu müßten die USA in den Aufbau der Weltordnung mit dem neuen Paradigma eingebunden werden.

Diese Lösung auf einer höheren Ebene des Denkens habe ihr Ehemann Lyndon LaRouche schon vor einigen Jahren vorgeschlagen: Die USA, Rußland, China und Indien, unterstützt von anderen, „müssen kurzfristig ein Neues Bretton-Woods-System schaffen, um die potentiell verheerenden Konsequenzen eines unkontrollierten Finanzkrachs zu vermeiden“. Das Grundkonzept eines solchen neuen Kredit- und Wirtschaftssystems existiere im Prinzip bereits in Präsident Xi Jinpings Gürtel- und Straßen-Strategie. Dies müsse nun erweitert und konsolidiert werden, um die Bedürfnisse der ganzen Menschheit als Gattung zu erfüllen, etwa in der Weltraumforschung.

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